Ordination Dirschlmayer Prim.Dr. Walter / Dr. Bettina Fachärzte für Gynäkologie und Geburtshilfe
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Informationen für schwangere Frauen und ihre Familien

 

Hinweis: Die Situation und der Informationsstand betreffend COVID-19 ändert sich rasch, daher wird darauf hingewiesen, dass die folgenden Informationen auf dem Kenntnisstand bis inklusive 19.01.2021 basieren.

 

 

Krankheitsverlauf bei COVID-19 in der Schwangerschaft


Schwere Verlaufsformen mit Auftreten von Lungenentzündungen oder anderen Komplikationen, welche einer stationären oder intensivmedizinischen Versorgung bedürfen, sind nach derzeitigem Kenntnisstand insgesamt selten [10,12-14,16,18-21]. Die Wahrscheinlichkeit für die Aufnahme auf eine Intensivstation und die Notwendigkeit einer Beatmung ist aber bei Schwangeren mit COVID-19 im Vergleich zu Nicht-Schwangeren mit COVID-19 um den Faktor 2-3 erhöht, was etwa vergleichbar mit der Situation bei Influenza (Grippe) ist.


Krankheitssymptome:


Über 85% der schwangeren Frauen mit COVID-19 weisen nur leichte oder mittelschwere Symptome, ähnlich einer Erkältung beziehungsweise eines grippalen Infektes auf [13,14]. Die häufigsten Symptome bei Schwangeren mit bestätigter oder vermuteter COVID-19 waren Fieber (40%), Husten (39%) und Atemnot (34,4%) [13,14]. Bei rund 20% der Erkrankten wurde auch über eine vorübergehende Einschränkung der Geruchs- und Geschmacksempfindungen, teilweise als einziges Symptom, berichtet [14,22]. Seltener wurden Brustschmerzen (18%), Schwächegefühl (13-17%), Muskelschmerzen (10%), Halsschmerzen (7%), Durchfall (6-7%) oder Kopfschmerzen (6%) berichtet.

 

Schlussfolgerung


Im Gegensatz zur Einschätzung in der Frühphase der Pandemie, zeigt sich anhand größerer Fallzahlen ein um den Faktor 2-3 erhöhtes Risiko für intensivmedizinische Betreuungsmaßnahmen von schwangeren Frauen mit COVID-19 und deren Kinder, wobei das absolute Risiko dennoch gering ist. Die Situation ist etwa vergleichbar mit jener bei Grippepidemien.

 

Für die aktuelle Impfung gegen das CoV2 Virus gibt es derzeit keine Daten bei Schwangeren. Aus diesem Grund gibt es dafür bei Schwangeren OHNE Risikofaktoren keine Impfempfehlung.

Eine Impfung bei Schwangeren MIT Risikofaktoren (zb. chronische Lungenerkrankungen, BMI über 30, metabolisches Syndrom und andere) ist unter Umständen von Vorteil. Dies ist aber im Einzelfall zu diskutieren bzw. zu entscheiden.

 

 

Eine Grippeschutzimpfung und ein konsequentes Einhalten der empfohlenen Präventionsmaßnahmen sind für Schwangere jedoch umso mehr zu empfehlen. Ein besonderes Augenmerk sollte auf Schwangere mit Risikofaktoren (BMI, Vorerkrankungen, Alter) gelegt werden.

 

 

Informationen zum Thema schwangere Arbeitnehmerinnen finden Sie nachfolgend:

 

https://www.arbeitsinspektion.gv.at/Gesundheit_im_Betrieb/Gesundheit_im_Betrieb_1/Schwangere_Arbeitnehmerinnen.html

 

 

Betrifft: schwangere Dienstnehmerinnen COVID-19 - Novelle Mutterschutzgesetz

 

Die Aufgabe der GynäkologInnen beschränkt sich auf die Ausstellung der Schwangerschaftsbestätigung. Der Arbeitgeber muss entweder für einen mutterschutzgerechten Arbeitsplatz (also ohne physischen Kontakt) sorgen oder die schwangere Arbeitnehmerin freistellen. Auf der Seite der ÖGK finden sich entsprechende Erläuterungen sowie der Antrag für Dienstgeber auf Erstattung bei COVID-19 Risikofreistellung für werdende Mütter. 

 

https://www.gesundheitskasse.at/cdscontent/?contentid=10007.863268&portal=oegkdgportal

 

Stellungnahme der OEGGGEmpfehlung:
man das relevant erhöhte Gesundheitsrisiko durch eine COVID-19 Erkrankung für Schwangere, muss zwischen den möglichen Nachteilen des Tragens einer FFP2-Maske und den Folgen einer Infektion abgewogen werden.
Die Ergebnisse bisher vorliegender Untersuchungen haben, sogar bei moderater körperlicher Anstrengung, keinen Hinweis auf eine gesundheitliche Gefährdung schwangerer Frauen und deren Feten durch das Tragen einer FFP-2 Maske ergeben.
Die Folgen des Tragens einer FFP-2 Maske während der Schwangerschaft über einen längeren Zeitraum können aus Mangel an Evidenz derzeit nicht abschließend beurteilt werden. Solange beim Tragen einer Maske subjektives Wohlbefinden besteht, erscheint das Risiko für gesundheitliche Nachteile allerdings gering. zum Tragen einer FFP2-Ma

 

 

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