Ordination Dirschlmayer Prim.Dr. Walter / Dr. Bettina Fachärzte für Gynäkologie und Geburtshilfe
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Informationen zu Mutter-Kind-Passuntersuchungen

Betrifft: MKP, Durchführung Untersuchungen, COVID-19

 

 

 Bezüglich der MuKi-Pass-Untersuchungen gibt es von Seiten des Bundesministeriums für Arbeit, Familie und Jugend folgende Information zur weiteren Vorgangsweise:

 

„Aufgrund der derzeitigen Situation mit dem Corona-Virus (COVID-19) gelten folgen- de besondere Bestimmungen für die Durchführung der Mutter-Kind-Pass- Untersuchungen:

 

Von der Kürzung des Kinderbetreuungsgeldes kann abgesehen werden, wenn die Durchführung der Mutter-Kind-Pass-Untersuchungen für die Eltern aufgrund der aktuellen Situation mit dem Corona-Virus nicht möglich bzw. zumutbar ist. Dies stellt einen nicht von den Eltern zu vertretenden Grund gem. § 7 Abs 3 Z 1 bzw. § 24c Abs 3 Z 1 KBGG dar.

Sofern die Frist für die Durchführung der jeweiligen Untersuchung nach Wegfall der aktuell bedingten besonderen Umstände noch offen ist, ist die Untersuchung umgehend durchzuführen. Eine Verlängerung der Durchführungszeiträume nach der Mutter-Kind-Pass-VO ist nicht vorgesehen.

Eine verspätete Vorlage der Nachweise der Untersuchungen ist nicht zulässig, da die persönliche Abgabe der Nachweise nicht erforderlich ist. Die Nachweise können zB auch per Post oder als Foto per E-Mail rechtzeitig erbracht werden.“

Als Österreichische Ärztekammer weisen wir darauf hin, dass es natürlich der individuellen (in Absprache mit ihrer Ärztin/Ihrem Arzt getroffenen) Entscheidung der Schwangeren

bzw. der Eltern obliegt, ob sie in der dzt. Situation MuKi-Pass-Untersuchungen bzw. ande- re empfohlene Untersuchungen in Anspruch nehmen.

 

 

COVID-19: AKTUELLE INFORMATION ZUM OGTT IN DER SCHWANGERSCHAFT

Aufgrund der aktuellen Covid-19 Situation kann es zu Engpässen bei den oralen Glukosetoleranztests im Rahmen der Schwangerschaft kommen. Wir empfehlen prinzipiell die Durchführung des 75 g oGTT wie in den ÖDG 2019 Leitlinien

Wenn dies in der momentanen Situation nicht oder nur sehr eingeschränkt möglich ist, dann wird folgende Vorgangsweise empfohlen: 

Frauen mit hohem Risiko für einen Gestationsdiabetes (GDM)
dazu gehören: 

  • GDM in einer früheren Schwangerschaft
  • Gestörte Glukosetoleranz oder Nüchternglukose ≥ 100mg/dl
  • Kongenitale fetale Fehlbildung in einer früheren Schwangerschaft
  • Geburt eines Kindes > 4500g
  • Totgeburt
  • Habitueller Abortus (>3 Fehlgeburten)
  • Diabetes Symptome
  • Adipositas (BMI ≥ 30kg/m2)
  • Alter über 35 Jahre
  • Metabolisches Syndrom
  • Vaskuläre Erkrankung (KHK, CAVK, PAVK)
  • Familienanamnese von Diabetes bei erstgradigen Verwandten
  • Ethnizität (arabisch, S- und SO-Asien, Lateinamerika))

>> Jedenfalls Diagnostik mit oGTT wie bisher

Für alle anderen Frauen, bei denen ein oGTT derzeit NICHT möglich ist, sind folgende Optionen möglich:

  • Verschiebung des ltMutter-Kind-Pass vorgesehenen oGTT bis zur max30.SSW
  • Kontrolle des Nüchtern Blutzucker (cut-off: < 92 mg/dl) oder 1h oder 2 h postprandialen Blutzuckers (cut-off 1h: < 140 mg/dl, cut-off 2h: < 120 mg/dl) + HbA1c in der 24-28SSW zur Risikoabschätzung (mit bei Bedarf nachfolgendem oGTT)
  • Großzügige Blutzuckerselbstmessung nüchtern und 1h postprandial ltLeitlinien (wie bei manifestem GDM)

 

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